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Auffang- und Pflegestation für in Not geratene Wildtiere |
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Wolfgang Waschkowski
Am Weiher 2
84104 Hebrontshausen
Tel.: 08754-969122
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Tierschutz und Wildtiere
Wer ein in Not geratenes Wildtier findet, wendet sich auch damit häufig an den Tierschutzverein Hallertau. Der Umgang mit Wildtieren ist jedoch stark reglementiert. Das hat mit dem Naturschutzrecht und dem Jagdrecht zu tun. Da jedoch beim Tierschutzverein Hallertau auch eine Wildtier-Auffangstation bei der Mitgliedschaft vertreten ist, kommt der Verein auch mit diesem Problem zurecht.
Im Januar, also mitten im heurigen strengen Winter kam eine Meldung über den Fund eines jungen Vogels. Er lag apathisch am Waldrand. Es waren Zweifel angebracht bei der Beschreibung Jungvogel zu dieser Jahreszeit. Es war tatsächlich ein Jungvogel, ein Fichtenkreuzschnabel kurz vor dem Ausfliegen.
Der Fichtenkreuzschnabel ist ungefähr so groß wie ein Sperling und ist ein typischer Bewohner von Nadelwäldern. Mit seinem überkreuzten Schnabel ist er in der Lage, die Samen aus den Zapfen von Nadelbäumen zu holen und zu verzehren. Damit erschließt er als Hauptnahrung eine Quelle, die für andere Vögel schwer oder gar nicht zugänglich ist. Er wird auch der einheimische Papagei genannt, da er gerne mit Hilfe des Schnabels klettert. Das Männchen hat ein rotbraun gefärbtes Gefieder, während das Weibchen unauffälliger braun ist.
Eine Besonderheit des Fichtenkreuzschnabels ist, dass er das ganze Jahr über brüten kann. Seine Hauptsaison ist dem Nahrungsangebot entsprechend der Winter. So ist es zu erklären, dass es im Januar Jungvögel gibt.
Auf dem Bild ist der Jungvogel zu sehen, der in der Auffangstation Waschkowski abgegeben wurde. Inzwischen befindet er sich in der Auswilderungsvoliere eines Vereinsmitglieds und kann demnächst in die Freiheit entlassen werden.
Fichtenkreuzschnabel (Foto C. Freiberger)
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Für das Halten heimischer Wildtiere ist eine spezielle Genehmigung erforderlich.
In Not geratene Wildtiere können jedoch an amtlich genehmigte Auffangstationen abgegeben werden. Dort werden Jungtiere aufgezogen und verletzte Tiere gesund gepflegt mit dem Ziel der Wiederauswilderung.
Wolfgang Waschkowski betreibt eine solche Auffangstation und deckt dabei sowohl das Naturschutz- als auch das Jagdrecht ab. Der Bestand an Wildtieren liegt je nach Jahreszeit zwischen 120 und 150 Individuen. In den Sommermonaten werden täglich mehrere Tiere gebracht; meist sind es Jungtiere, die ohne Mutter aufgezogen werden. Invalide Tiere können nicht wieder in die Freiheit entlassen werden; so kommt es im Laufe der Zeit zu einem ansehnlichen Bestand. Von Fuchs bis Uhu ist alles vertreten.
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Blick auf eine Batterie von Käfigen
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Die Uhus haben einen nicht
überdachten Bereich zum Sonnen |
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Ein Steinschmätzer hatte einen
Knochenbruch und muss jetzt
das Fliegen wieder lernen. |
Enten und Gänse benötigen
täglich ihr Bad. |
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Das Eichhörnchen ist auf einem
Auge blind und muss in
menschlicher Obhut bleiben. |
Der Fuchs hat den Verkehrsunfall
überlebt, hält aber immer noch
den Kopf wegen einer Rückgrat-
verletzung schräg. |
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